Bericht Jahresausflug des Musikvereins Rettigheim 2006

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Am Samstag, den 15.07.06 trafen sich um 8 Uhr über 50 Mitglieder des Musikvereins, darunter auch viele Kinder und Jugendliche gut gelaunt vor dem Gemeindezentrum, um mit dem Bus nach Neudenau (zwischen Mosbach und Heilbronn) zu fahren.
Geplant war eine knapp 12 Km lange Kanutour auf der Jagst, im Anschluss daran Mittagessen und etwas Freizeit im Schwimmbad in Neudenau und schließlich ein Besuch auf der bekannten Burg Guttenberg.
Nach knapp einer Stunde fröhlicher Busfahrt kamen wir in Neudenau an wo zunächst ausgiebig gefrühstückt wurde. Danach brachte uns der Bus nach Möckmühl, wo unsere Kanutour auf der Jagst starten sollte. Gut gestärkt dort angekommen, bekamen wir vom Veranstalter eine kurze Einführung in die Steuerung der Kanus, allgemeine Tipps zum Paddeln, Verhaltens- und Schutzhinweise und eine Beschreibung der Fahrtstrecke.
Leider mussten wir aber zuerst eine knapp einstündige Zwangspause einlegen, da die wasserfesten Behälter für unser Gepäck noch nicht eingetroffen waren. Dann endlich um 11 Uhr ging es los. Bereits auf den ersten Metern auf der Jagst zeigten einige Boote, dass dieser Ausflug ein besonderes Erlebnis werden würde. Einige Boote „steuerten“ – mehr oder weniger gewollt – auf das gegenüberliegende Ufer zu.
Andere wollten überprüfen, ob die Boje im Startbereich stabil genug ist. Bei dieser Aktion wurde das eigene Kanu beträchtlich zum Schwanken gebracht. Manche probierten einfach einmal den „Rückwärtsgang“ aus. In einigen von uns kam schon eine böse Vorahnung auf, dass die Tour nicht ganz trocken ablaufen würde und wir gut daran taten, auf die Behältnisse, für unser Gepäck zu warten. Aber schließlich setzten sich die 16 Boote, die die Flotte des Musikvereins darstellten, mehr oder weniger koordiniert in Bewegung.
Auf der ersten Wegstrecke bis Züttlingen hatten einige Steuermänner und -frauen die Boote noch nicht ganz unter Kontrolle und es passierte einige Male, dass die Boote im seichten Wasser an Steinen hängen blieben oder gar, dass die Bekanntschaft mit dem Ufer zum Kentern des Bootes führte.
So schaffte es niemand wirklich trockenen Fußes zum ersten Wehr zu kommen, sei es auf Grund des Kenterns, der „Sabotage“ der Mitfahrer oder Enterversuche von anderen Booten (inklusive Beschuss durch Spritzpistolen). Erwähnt werden sollte auch das „Verschwinden“ eines Bootes, das die Gekenterten vergeblich suchten. So folgte für Sie schließlich ein ca. 2 Kilometer langer Marsch zum Wehr in Züttlingen, wo ihnen schließlich mutige Retter das gekenterte Boot samt gerettetem Inhalt feierlich übergaben.
Nachdem wir also nach den ersten ca. 6 Kilometer an der Bootsrutsche angekommen waren, waren alle froh, bei dem Wehr erst einmal eine kurze Pause einlegen zu können und ihr Boot vom Wasser zu befreien, das sich auf der Strecke im Boot gesammelt hatte.
Der zweite Teil der Strecke bis zum Wehr in Sieglingen verlief dann etwas ruhiger, da die Steuermänner und –frauen inzwischen ihre Boote zum Großteil unter Kontrolle hatten. Man genoss es, endlich einmal rundherum zu blicken und die schöne Landschaft zu bewundern, durch die man fuhr, ohne andauernd den verschiedensten Hindernissen ausweichen zu müssen.
Die Zeit, an dem ca. 5 Km entfernten Wehr, wurde noch einmal für eine kurze Verschnaufpause genutzt. Nachdem die Boote um ein kleineres Wasserkraftwerk herumgetragen worden waren, wurden auch noch kleine personelle Änderungen vorgenommen, um die etwas langsameren Boote zu unterstützen.
Das letzte Teilstück bis zum Schwimmbad in Neudenau wurde dann in der vorgesehenen Zeit bewältigt, so dass wir kurz nach 14 Uhr etwas abgekämpft an unserem Ziel eintrafen.
Auf dem Campingplatz beim Schwimmbad machten wir es uns mit Sitzgarnituren & Pavillons gemütlich und sorgten mit Steaks & Würstchen für das leibliche Wohl der Teilnehmer des Ausfluges. Man blieb noch in geselliger Runde zusammen, um die Erlebnisse beim Kanufahren auszutauschen. Manche nutzten die Zeit auch, um im Schwimmbad einige Runden zu drehen, andere genossen die gute Luft und legten sich auf die Wiese, während wieder andere mit den verschiedensten Ballsportarten ihre Zeit verbrachten.
Auf Grund der Verzögerung beim Start der Kanutour und des perfekten Wetters beschlossen wir, den Besuch der Burg Gutenberg nicht durchzuführen und stattdessen länger im Schwimmbad zu bleiben.
Kurz nach 17 Uhr wurde dann alles zusammengepackt, um im Anschluss daran in einem Eiscafé in Möckmühl den Ausflug ausklingen zu lassen, bevor wir die Rückreise antraten. Gegen 20 Uhr trafen wir dann wohlbehalten, aber müde und um einige Erlebnisse reicher in Rettigheim ein.

Besonderen Dank wollen wir hier nochmals unserem 2. Vorstand Reiner Kopf aussprechen, der den Ausflug hervorragend organisiert hat und ihn zu einem besonderen Erlebnis für alle Teilnehmer gemacht hat.

Eine kleine Bildernachlese zum Ausflug werden Sie demnächst auf der Homepage finden.

Claus & Frank Fischer, Schriftführer

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